Montag, 3. August 2015

Mettwurst und Mohnsemmeln - leckeres aus Christines Lieblingsrezepten

Nun hab ich ja meine 8 Bücher von Christine schon einige Zeit zu Hause ... und hab schon viel viel viel darin geblättert. 

Da ein Rezept rauszupicken, das ich ausprobieren möchte und euch zeigen will, ist wirklich schwer. Nachdem ich versucht habe mich auf mein Bauchgefühl zu verlassen und ein Rezept ausgesucht habe - es dann doch wieder verworfen habe weil ich dann doch ein anderes NOCH besser fand als das vorherige - hab ich das Glück entscheiden lassen. 

Glück in Form meiner besseren Hälfte - die jedes der Bücher in die Hand nahm und blind eine Seite aufschlug. So ist nun also die Entscheidung gefallen - und ich kann mich ans ausprobieren und nachkochen machen!

Als erstes sollte es "Mettwurst mit Mohnsemmeln" aus Band 5 - drunter & drüber, Seite 80, geben. 



Als ich das Rezept so überflogen und zusammengeschrieben habe, was ich alles "Außergewöhnliches" brauche stand da außer der Buttermilch nicht viel auf dem Zettel. Schwarzwälder Schinken hol ich beim benachbarten Metzger - und alles andere hab ich ja da. 

Irgendwie hab ich mich dann auf den Schwarzwälder konzentriert - und selbstverständlich die Buttermilch vergessen. Aber man ist ja erfinderisch. Und das war nicht das einzige bei dem improvisieren musste. (Geht´s eigentlich nur mir so, dass ich immer glaube, alles im Vorrat zu haben um dann festzustellen, dass das doch schon aus ist?)

Mein Rezept für die Mohnsemmeln sah dann so aus:

50 g Roggenkörner (Weizenkörner waren aus ....)
1 Würfel Hefe
350 g Joghurt-Milch (Buttermilch steht ja noch im Laden)
30 g Honig
2 TL Salz
480 g Weizenmehl Typ 1050

Zubereitung dann wie im Buch beschrieben. Statt der Buttermilch habe ich einen Becher Joghurt mit Milch "gestreckt" so dass es von der Konsistenz her zumindest wie Buttermilch aussah - und hab gehofft, dass es klappt. 

Nun also einen Hefeteig herstellen und gehen lassen. Dazu habe ich den Teig aber umgefüllt - ich wollte ja gleich anschließend die Mettwurst herstellen.

Ich muss sagen - der Teig ist super zu verarbeiten - auch mit Joghurt-Milch statt Buttermilch. Mixtopf umdrehen - und schon fällt er raus. Und was jetzt noch so am Messer klebt bekommt man super gut weg. 

Dann also zur Mettwurst

Da war ich ja recht skeptisch. Aus so wenigen Zutaten was mettwurstähnliches zaubern? Ob das klappt? Aber ich hab ja bisher nur gehört, dass ALLES von Christine klappt - also leg ich los.....

..... und bin gefühlte 30 Sekunden später schon wieder fertig. Das ging ja wirklich super einfach - und es sieht top aus und fühlt sich auch sehr gut an. Schon mal etwas rausklauen aus dem TM und testen. Hmmm - schmeckt super.... wenn auch ein wenig salziglastig. Die Mettwurst wandert jetzt erstmal noch in den Kühlschrank bis die Semmeln fertig sind.


Nach 1 Stunde Gehzeit den Hefeteig teilen (ich wollte kleine Semmeln - also hab ich 16 Teile draus gemacht) und zu Semmeln schleifen. Dann in Wasser und etwas Mohn tauchen - und auf ein Blech oder auf den großen Zauberstein setzen. 

So wie es im Rezept auch steht habe ich die Semmeln dann sofort gebacken (nun gut - ich hab sie vorher noch eingeschnitten). 

Nach 20 Minuten waren sie bei mir noch etwas blass - aber nach guten 30 Minuten waren sie dann perfekt. 

Noch auskühlen lassen. Und dann ganz neugierig probieren. 
Was soll ich sagen .... das ist echt lecker - und so hätte ich das definitiv nicht erwartet. Das nächste Mal werde ich die Semmeln noch etwas vor dem backen gehen lassen - dann werden sie evtl. noch etwas luftiger. Aber auch so sind es supereinfache und leckere Brotzeitsemmeln.

Die Kombination aus der Mettwurst und den etwas süßen Semmeln (ich werde das nächste Mal den Honig ein wenig reduzieren - das ist aber wie so vieles Geschmacksache) ist dies ein perfektes Ensemble zur Brotzeit. Und nicht nur mir sondern meinen vielen "Testessern" aus der Familie hat es sehr gut geschmeckt - und ruck zuck waren sowohl Semmeln als auch Mettwurst schon wieder weg.

Pur ist uns persönlich die Mettwurst ein wenig zu salzig. Das liegt aber vielleicht auch am von mir verwendeten Schinken. Hier ein Drittel des Schwarzwälder Schinkens gegen einen anderen ausgetauscht (oder eventuell werde ich auch mal eine andere Sorte ausprobieren) dann ist auch diese Mettwurst für uns perfekt. Ich hätte ja ehrlich nie gedacht, dass man selbst aus so wenigen Zutaten so leckere Wurst machen kann!

Ich freu mich definitiv noch mehr über meine Bücher von Christine.... und hab schon das nächste Testrezept rausgelegt ... und versuche diesmal tatsächlich alle Zutaten zu Hause zu haben - ich möchte nicht wieder improvisieren müssen.



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